Fritzbox NAS als Medienquelle für Plex Server?

Hat mal jemand versucht, mit einem Plex Server auf Mediendaten zuzugreifen, die auf einem FritzNAS liegen?

Die Übertragungsraten an der Fritzbox sind ja (mal von den Geräten der letzten Generation) nicht wirklich gigantisch. Aber vielleicht würde es ja ausreichen, um zumindest einen 1080p Film damit zum Plex Server zu übertragen…

Solange die FB als SMB Server dienen kann, geht das theoretisch.
Praktisch hingegen könnten die Reaktionsgeschwindigkeit oder Schwankungen in der Übertragungsgeschwindigkeit ein Problem darstellen.

Der Zugriff erfolgt wie auf andere Netzwerkshares auch. Wie genau, hängt vom Betriebssystem des Servers ab.

Ich würde gerne versuchen, aus einem Nvidia Shield einen dezidierten Plex Server zu machen.

@TOMillr said:
Ich würde gerne versuchen, aus einem Nvidia Shield einen dezidierten Plex Server zu machen.

Das wird m.M. nie ein vollwertiger Plex Server werden da er zu vielen Einschränkungen unterliegt.
(Android als Betriebssystem, so kein Zugriff auf Dateisystem für erweiterte Diagnose und Plugin-Installation etc. )

Es gibt aber eine Anleitung wie man SMB Netzwerk Shares einbindet:

Gibt es eigentlich ungefähre Richtwerte, wie schnell die Übertragungsraten mindestens sein müssen, damit der Plex Server über das Netzwerk 1080p Content schreiben und lesen kann?

Dann könnte ich einfach mal einen Speedtest an der Fritzbox machen bevor ich Geld für neue Geräte ausgebe.

@TOMillr said:
Gibt es eigentlich ungefähre Richtwerte, wie schnell die Übertragungsraten mindestens sein müssen, damit der Plex Server über das Netzwerk 1080p Content schreiben und lesen kann?

Du schaust dir die mittlere Datenrate deiner Datei an, multiplizierst sie mit etwa ×2,5 dann hast du deine Antwort.
Dabei nicht vergessen, dass du die Datenrate zweimal brauchst: einmal vom Mediendateispeicher zum Server und dann vom Server zum Client

Kommt auf die Bitrate deiner Filme an. 1080p bezieht sich ja lediglich auf die Auflösung (1080x1920 Pixel)…
Die Bandbreite dafür dürfte zwischen 4 Mbit/s bis zu ~40 Mbit/s bei einer Blu-Ray (theoretisch wohl bis zu 54 Mbit/s… die sind mir in der freien Wildbahn aber noch nicht begegnet).

Die Angabe sind aber meistens Durchschnittswerte, wobei die maximale Bitrate unter Umständen stark variieren kann.
Denk daran, dass bei Ethernet immer gewisse Bandbreitenverluste dazu kommen.

Ich muss noch was ergänzen: Die Faustformel 2,5 x Bitrate ist wirklich nur das: eine Faustformel.
Es hängt gewaltig davon ab, wie die Dateien komprimiert wurden.
Bei ‘konstanter Bitrate’ brauchst du einen kleineren Faktor als 2,5

Bei variabler Bitrate (und ‘konstanter Qualität’) kann die Bitrate größere Sprünge machen.
Hier spielt dann auch die Größe des Netzwerkpuffers deines Plex Clients ein große Rolle.

Das analysiert Plex übrigens gleich automatisch in deinen Dateien (sofern ‘Tiefenanalyse’ in den geplanten Aufgaben aktiviert ist).
Hier ein Beispiel eines Videos was mit variabler Bitrate komprimiert wurde.

Das ist die Analyse von Plex. Die Zahlen geben die benötigte Netzwerk-Bandbreite an für Clients mit einem Netzwerkpuffer von 5,10,25,50,75,100,250,500 Megabyte
requiredBandwidths="24404,23499,20819,16401,12736,11990,11565,11565"
Wie man sieht, ist der reelle Bandbreitenbedarf drastisch höher für Geräte mit einem kleinen Netzwerkpuffer. (Die 500 MB am Ende erreicht man m.W. nur mit PMP)

Und hier die mittlere Datenrate

Video
ID                                       : 1
Format                                   : AVC
Format/Info                              : Advanced Video Codec
Format profile                           : High@L4
Format settings                          : CABAC / 5 Ref Frames
Format settings, CABAC                   : Yes
Format settings, RefFrames               : 5 frames
Codec ID                                 : V_MPEG4/ISO/AVC
Duration                                 : 1 h 42 min
Bit rate                                 : 8 249 kb/s
Width                                    : 1 920 pixels
Height                                   : 804 pixels

Wenn man die Zahlen selber einsehen möchte:

  1. Plex XML info des Filmes aufrufen
  2. URL des Browserfensters modifizieren, so dass statt includeExtras=1 jetzt includeBandwidths=1 drin steht
  3. Enter drücken

Ich denke mal, der Flaschenhals ist die USB-Schnittstelle. Jedenfalls kann ich mir vor dem Schauen eines Filmes, der auf der an die FritzBox angeschlossenen Festplatte liegt, erstmal ne Weile die Schlange, die versucht, sich in den Schwanz zu beißen, anschauen.
Der PMS liegt auf meiner Workstation; die ist schnell genug. Am WLAN-Datendurchsatz kann es nicht liegen, denn Netflix-Filme laufen ohne Probleme.
Aber eine Festplatte ist in einem “richtigen” NAS über SATA o.ä. angeschlossen und nicht über USB 2.0.
Ist meine Vermutung richtig?

@klappstuhl_65 said:
Der PMS liegt auf meiner Workstation; die ist schnell genug. Am WLAN-Datendurchsatz kann es nicht liegen, denn Netflix-Filme laufen ohne Probleme.

Vergleiche niemals mit Netflix.
Die haben eine Kunst daraus gemacht, mit möglichst niedrigen Bitraten auszukommen. Was Netflix als HD oder gar 4K bezeichnet, hat mit den Bitraten und der Qualität auf BluRays nichts zu tun.

Aber eine Festplatte ist in einem “richtigen” NAS über SATA o.ä. angeschlossen und nicht über USB 2.0.

Korrekt.

Ich muss dem Thread Ersteller recht geben… Leider bin ich auch nicht in der Lage ordentlich meinen Plex Server zu betreiben.

Mein Setup:

LG C7 Oled - LAN Kabel - FritzBox 6490 - USB 3.0 HDD - FritzBox USB 2.0 Port - FritzBox 6490 - LAN Kabel - PC (Plex Server)

MKV Datei 30Gb mit 7.1 DolbyTrue Audio und DTS Master
HEVC H265, PGS Untertitel.

Erster Versuch, Plex Server ruft Datei auf dem NAS (FritzBox) ab: Loading dauert ewig, Ruckler, wenn Untertitel an ist HDR weg.

Zweiter Versuch, Dateien auf den Plex Server kopieren und von dort abrufen: Selbes Spiel.

Hinweise deuten auf heftiges Transcoding durch DTrueHD und Probleme mit PGS Untertitel. MKV Toolnix GUI runtergeladen und Datei editiert. Nur noch 5.1 Audio, keine PGS Untertitel mehr. Externe Untertitel geholt: RUCKLER egal ob von NAS oder PC. Externe Untertitel laden, HDR läuft.

Mit Emby und XPlay ausprobiert. Gleich.

Vom Fernseher direkt den NAS abrufen, geht problemlos. Keins Ruckler. Nur Untertitel kann man nicht starten, egal ob PGS oder externe.

HDD direkt am Fernseher: alles funktioniert problemlos mit der Origidaldatei (die mit 7.1 Audio). Kein Ruckler. Untertitel laden auch (nur externe).

Nun wollte ich eine Shield holen und am Receiver anschließen, der Unterstützt alles bis Atmos. Befürchte aber dass die FritzBox das Problem ist…

Moin,

die Ruckler kommen durch den h265 Codec, wird von Plex nicht voll unterstützt. Leider.

Grüße

Das Problem sind die grafischen Untertitel wie PGS. Entweder die SRT Untertitel auswählen, falls die vorhanden sind. Oder die PGS Untertitel ind SRT umwandeln. In der Regel nutzt man ja nur die Forced-Untertitel, die meist nur aus wenigen Sätzen bestehen. Das geht dann schnell. Unter MacOS nutze ich “MKVTools” mit dem zugehörigen “SubTools”.