Mini PC als Plex Server


#1

Servus,

ich suche nach ner einfachen Hardwarelösung für einen Plex-Server. Dieser soll über WLAN an 2 TV Geräte Filme streamen können. Die Filme kommen dabei von ner externen Festplatte.

Derzeit hab ich ne DS115J als Server, diese ist allerdings wohl viel zu langsam. Ich brauch also ne Alternative.

Dabei möchte ich aber keinen vollwertigen PC als Server nutzen, sondern eine möglichst kleine, leise und stromsparende Option. Ich hatte nun an einen Mini PC gedacht wie z.B. diesen hier:

https://www.amazon.de/Mini-PC-lautlose-Silent-PC-Bluetooth/dp/B078WW9QDX

Hat damit jemand Erfahrungen? Ist der als Plex-Server zu gebrauchen?

Wenn nicht, welche Alternativen habe ich bei einem Budget von max 200 €?


#2

Der ist m.M. nur als Client zu gebrauchen. Der RAM ist nur 4GB und die "Festplatte" ist nur 32GB.

Das Budget ist etwas knapp für einen vernünftigen Server.
Mein Vorschlag:
https://www.heise.de/preisvergleich/intel-nuc-kit-nuc7pjyh-june-canyon-boxnuc7pjyh-a1776213.html

Der muss zusätzlich noch RAM (8-16GB) und eine m.2 SSD bekommen (min. 250GB)
Betriebssystem müsste dann auch noch dazu besorgt werden.

Netzwerk sollte verkabelt werden mit deinem Router.
Je größer die Fernseher, desto eher sollten die ebenfalls Netzwerkkabel bekommen. Ich kann nur von WiFi für größere Bildschirme abraten, insbesondere wenn die beiden Fernseher auch noch gleichzeitig streamen sollen.


#3

Inwiefern ist die Festplattengröße denn relevant, wenn die Videodateien auf externen Festplatten liegen?

Ich habe hier leider recht wenig Erfahrungswerte, wo liegt denn das Problem bei der Verbindung über WLAN? Aktuell ist das NAS per Kabel mit dem Router verbunden, die Clients dann per WLAN. Diese Konfiguration wollte ich beibehalten. Warum ist davon abzuraten? Welche Nachteile hat denn das WLAN hier?

Welche technischen Werte müsste ein Mini-PC denn haben, um PMS ordentlich drauf laufen zu lassen? Es kann doch nicht sein, dass das nur auf vollwertigen PCs richtig läuft...diese sind als unaufällige Server zu Hause doch überhaupt nicht praktikabel...


#4

@TheRealFanatiC said:
Inwiefern ist die Festplattengröße denn relevant, wenn die Videodateien auf externen Festplatten liegen?

Plex legt für sich eine ganze Menge an Daten ab. Je mehr Elemente, desto mehr Daten.
https://support.plex.tv/articles/202529153-why-is-my-plex-media-server-directory-so-large/

Und für Betriebssystem-Updates sollte man ja auch ein bisschen Reserve lassen.

Ich habe hier leider recht wenig Erfahrungswerte, wo liegt denn das Problem bei der Verbindung über WLAN? Aktuell ist das NAS per Kabel mit dem Router verbunden, die Clients dann per WLAN. Diese Konfiguration wollte ich beibehalten. Warum ist davon abzuraten? Welche Nachteile hat denn das WLAN hier?

WLAN hat keine garantierten Bandbreiten. Der "Äther" ist eine gemeinsame Ressource. Je mehr Geräte WLAn benutzen und je mehr davon eine relativ große Bandbreite belegen um so mehr sinkt die insgesamt verfügbare Kapazität. Und das schließt auch die Geräte der Nachbarn mit ein!

Außerdem ist die Situation niemals stabil. Ein einziges Gerät was die Position wechselt, kann für einen Einbruch sorgen, genau so wie die drahtlose Türklingel oder das Babyfon des Nachbarn.
Und wenn du mal denkst, du hast die Situation im Griff, macht es puff und alles ist wieder anders, weil der Nachbar einen neuen Router bekommen hat.

Welche technischen Werte müsste ein Mini-PC denn haben, um PMS ordentlich drauf laufen zu lassen? Es kann doch nicht sein, dass das nur auf vollwertigen PCs richtig läuft...diese sind als unaufällige Server zu Hause doch überhaupt nicht praktikabel...

Der von mir verlinkte ist klein und unauffällig und trotzdem gut geeignet.

Natürlich gibt es auch wesentlich schwächere Geräte auf denen man Plex Server betreiben kann. Aber dann kannst du dich darauf einstellen, jedes Video noch mal zeitaufwändig extra vorher in seiner Qualität einzuschränken (sprich: Herunterzurechnen).
Diese geringe Qualität wird dann, wenn man große Fernsehgeräte benutzen will, leider sichtbar.


#5

Müsste von der Überlegung her welcher Server gebraucht wird nicht bei den Endgeräten angefangen werden? Sprich, muss der Server für die Endgeräte transcodieren? Welche Filme liegen in welchen Formaten bzw. Codec vor?
Bei einigen neuen TV-Geräten geht doch direkt play oder so nicht mehr weil die eine andere Software oder so benutzen. Hattest du @OttoKerner mal in irgendeinen Thread geschrieben, weiß leider nur nicht mehr so. Weil mein alter Samsung UE40D7020 kann das noch und neuere nicht mehr.


#6

Natürlich liegt das unter anderem auch an den verwendeten Endgeräten.
Der Witz an einem leistungsstarken Server ist aber, dass es dem egal ist ob transkopiert werden muss oder nicht. Egal wie die Netzwerksituation oder das Dateiformat gerade aussieht.


#7

Tatsächlich ist mir die Transkodierung wichtig, da bei einem meiner TVs Plex zu transkodieren versucht. Das Gerät ist zwar in der Lage die Dateien abzuspielen, trotzdem funktioniert es nicht. Das hatte ich schon in einem anderen Thread geschrieben.

Es bleibt noch die Frage offen, worauf ich achten müsste um einen Plex Server zu erhalten, der leistungsfähig genug wäre. Was benötigt ein ordentlicher Server als Minimum, welche Komponenten sind am wichtigsten? Dem Post oben entnehme ich, dass 8-16 gb ram empfehlenswert sind, dazu eine Festplatte von mindestens 250 gb. Welche Rolle spielt der Prozessor? Worauf müsste ich noch achten?

Wie sähe es denn z.b. mit Nvideas Shield als vollwertigen Plex Server aus? Wäre das eine brauchbare Alternative?


#8

Der Prozessor übernimmt das transcoding. Also spielt er eine wichtige Rolle. Man kann aber auch Hardware transcoding mit Grafikkarten machen. Lies dir das mal durch. Da stehen unter CPU Requirements und The Guideline gute Richtwerte. Die haben mir auch gut bei meinem Server geholfen.


#9

@TheRealFanatiC said:

Wie sähe es denn z.b. mit Nvideas Shield als vollwertigen Plex Server aus? Wäre das eine brauchbare Alternative?
Wie groß ist Deine Mediathek und wo soll sie liegen. Auf einer NAS oder externer Festplatte? Bei kleiner bis mittelgroßer Mediathek ist die Shield jetzt mit dem neuen Firmwareupdate sicher eine guter Server.
Für mich kommt das ein Jahr zu spät. Ich habe eine Mediathek, die ca 15 TB Daten groß ist. Für mich war es besser einen dedizierten Server im Büro für Plex aufzustellen. Orientiert habe ich mich dieser Anleitung DIe Shield ist aber ein genialer Mediaplayer. Dafür nutze ich sich auch.


#10

Es sind ca 6 TB Videodaten mit ca 6000 einzelnen Videodateien verteilt auf 2 externe Festplatten. Fällt das noch unter die Definition für klein bis mittelgroß?


#11

eher klein ;-)
Wenn Du Deine Nas und die Shield über LAN-KAbel verbindest, könntest Du ja die Shield als Server ausprobieren. Thema WLAN wurde ja ausführlichst erörtert. VIelleicht kannst Du auch Deine externen Festplatten an der Shield anschließen. Plex hat dazu auch was geschrieben.


#12

https://support.plex.tv/articles/221099648-limitations-when-running-plex-media-server-on-nvidia-shield/

das klingt für mich doch so, dass die Shield echt gut geeignet sein müsste. 2-3 Streams können Transcodiert werden. Wenn ich dazu die Shield an einen der TVs per HDMI hänge, ist es ja noch unproblematischer...

oder nicht? Bin ich grad total auf dem Holzweg?


#13

https://support.plex.tv/articles/221099648-limitations-when-running-plex-media-server-on-nvidia-shield/

Nach diesem Link müsste die Shield doch 2-3 Streams gleichzeitig Transkodieren können, richtig? Klingt für mich eigentlich doch nach nem geeigneten Gerät mit genug Leistung, oder übersehe ich etwas?


#14

Du kannst das doch einfach mal testen! Der Shield-Plex-Server ist schnell aktiviert und dann gibst du ihm eins deiner Medienverzeichnisse. Shield-Plex baut dann ein eigenes Medienverzeichnis auf. In den Clients kannst du dann wählen, wer der Server sein soll. Ich habe einen PLEX Server auf einem NAS (DS 916+) und auf dem Shield. Da ich grundsätzlich dafür sorge, das alle Clients Direkt Stream/Play können, ist Transcoding bei mir kein Thema. Kann dazu also nichts sagen.

Aber ich nutze praktisch immer den Plex-Server auf der Synology, da es gefühlt geschmeidiger läuft.


#15

Ist schwierig, da ich bisher noch keine Shield besitze. Ich kam nur drauf, weil sie mit 199 € eben gerade noch in mein Budget passt.

Allerdings kann ich mir demnächst mal eine für einen Langzeittest von einem Arbeitskollegen leihen, dann werde ich einen solchen Test einmal in Angriff nehmen...