ich habe ein kurioses Problem bei meinem Samsung TV Modell 2020 (GQ65Q84T) festgestellt.
Ich habe einen Film von BluRay (wie immer) in MKV (h.264) konvertiert. Der konvertierte Film wird einwandfrei auf PC; meinen Android Geräten und meinen alten LG-TV sowohl über die jeweilige Plex-App als auch direkt wiedergegeben. Lediglich beim Samsung TV wird der Film nicht einmal gestartet.
Ein Blick auf das Dashboard zeigt das der Film wiedergegeben wird, aber die Netzwerkbandbreite und die CPU Auslastung des PMC sind bei “0“ (Siehe Bild). Auch die direkte Wiedergabe (via UpnP) funktionierte nicht.
Komisch, 2 Tage zuvor hatte ich eine andere BluRay konvertiert (gleiche Einstellungen) und die funktioniert wunderbar. Der unterschied war, das ich (wie immer) die schwarzen Balken beim Konvertieren abgeschnitten habe. Das so konvertierte Video hat dann nicht mehr 1920x1080 sondern nur noch 1920x798 (2,40:1). Jetzt habe ich bei den „Zuletzt in Filme hinzugefügt“ welcher Film in 1920x1080 war und beide Videos mit MediaInfo verglichen und siehe da ich wurde fündig. Ich habe wohl die „Referenzframes“ von 5 auf 8 geändert.
Nun habe ich den Film noch einmal (mit 5 Referenzframes 1920x1080) in MKV und in mp4 konvertiert und siehe da, beide funktionieren nun auf dem Samsung. Als nächstes habe ich den Film noch einmal mit 8 Referenzframes (allerdings einem beschnittenem Bild 1920x950) konvertiert. Auch dieser funktionierte.
Mein Fazit
Ich glaube nicht, das die Plex-App des Samsung das Problem ist. Vielmehr denke ich das Samsung‘s Tizen hier ein Problem hat. Das h.264 Video mit 1920x1080 bei 5 Referenzframes funktioniert egal in welchem Container (mkv oder mp4). Bei 8 Referenzframes in 1920x1080 verweigert er die Wiedergabe. Ist die Auflösung kleiner 1920x1080 dann funktioniert es auch bei 8 Referenzframes. Sehr Merkwürdig alles….
Vielleicht ist mein Bericht hilfreich wenn jemand ähnliche Probleme hat wie ich.
Deine Dateien verletzen die Spezifikation von H.264.
Wenn du bei einer Auflösung von 1920x1080 Pixeln mehr als 4 Referenzframes hast, dann entspricht der Datenstrom nicht mehr dem Level 4.1 sondern erfordert die Auszeichnung mit einem höheren Level.
Du solltest dringend deine eingesetzte Software aktualisieren, denn es ist schon seit Jahren möglich, den x.264 Encoder auf die Einhaltung (und Durchsetzung) eines bestimmten Levels zu trimmen.
Höher als Level 4.1 sollte man meiner persönlichen Erfahrung nach nicht gehen. Sonst sind Probleme bei bestimmten Abspielgeräten vorprogrammiert. Ich bevorzuge sogar Level 4.0, da hier ein Bandbreitenlimit von 25 MBit/s “eingebaut” ist. Ist einfach günstiger für Remote Streaming und bei sachgemäßem Encoding sieht man keine Qualitätsmängel.
Danke für den Hinweis.
Das Problem kam durch ein Update. Je nach Quellmaterial habe ich gespeicherte Einstellungen und beim Laden dieser kam es, das aus den 5 Ref Frames 8 wurden.
Wikipedia schreibt tatsächlich von 4 Frames. Die Standardeinstellung meines Programms sind 5 . Damit hatte ich auch noch nie Probleme. Bei „Encoderwissen.de“ wird auch von 4 oder 5 als empfohlene Einstellung gesprochen.
Da habe ich doch wieder etwas gelernt. Interessant fand ich in diesem Zusammenhang, das lediglich mein Samsung TV mit der falschen Codierung Probleme hatte.
Das ist halt so wenn man einen Medienserver betreibt, bei dem man nie genau wissen kann, was für ein Gerät irgendwann mal als Client dran hängt.
Es ist total einfach, nur für die Wiedergabe am PC zu enkodieren. Denn der frisst quasi alles.
Aber wenn man Geräte hat, die nur mit Unterstützung spezialisierter Hardwaredekoder eine flüssige Videowiedergabe beherrschen (und all das natürlich möglichst billig und stromsparend), dann muss man die Beschränkungen eben dieser Hardware beachten.
Die meisten davon werden von ihren Herstellern für eine begrenzte Einsatzbandbreite konzipiert und getestet. Und das ist Online-Videostreaming. Dort gibt es weder die absurden Bandbreiten einer Bluray, noch verlustfrei gespeicherte Tonspuren.