Widergabe ruckelt beim Abspielen / streamen über USB

Hallo zusammen,
ich habe eine Frage zum Streamen im lokalen Netz vom Plex-Server mit angeschlossenen USB 3.0 Laufwerken, bin allerdings relativ neu im Thema.

folgendes Setup:
Plex Server auf Intel Core i7 3,07 GHz, 8GB RAM, 3TB WD-Platten an USB3.0, Windows 10, W-LAN-USB-Stick im 5GHz-Netz an FB7490 mit getesteter maximaler Übertragungsrate von 130 Mbit/s.
Als Client nutze ich die Plex-App auf einem Fire-TV von Amazon, per LAN direkt an FB angeschlossen.
gestreamt werden 1:1 BD-rips mit Dateigrößen von ca. 30 - 50 GB pro Film.

Nun zum Problem:
Die Widergabe am Fire-TV bleibt ca. alle 30 Sekunden stehen, egal welche Film ich versuche.
Dies kann allerdings imho nicht am Server / dem Übertragungsmedium liegen, da während des Streams laut Netzwerkauslastung im Taskmanager immer max. 50 Mbit/s übertragen werden, also nicht mal halbe Netzwerkkapazität.

Die Übertragung weißt allerding ein Zahnmuster auf, d.h. es werden Daten via Netzwerk gesendet, dann gibt es eine Übertragungspause (der Film läuft in diesem Moment noch ganz normal weiter) und sobald neues Material nachgeladen wird stockt der Film kurz für eine halbe Sekunde.
Man hört hier auch deutlich, wie die Schreib-/Lese-Köpfe der HDD wieder neu positioniert werden.

Das Phänomen sieht aus, als ob irgendein Puffer nicht reichtzeitig wieder nachgefüllt wird, dieser dann leer läuft und DANN erst nachgeladen wird.
Achso: die CPU-Last ist während des Streams kaum der Rede wert.

Trancoder-Einstellungen im Plex-Server:
Zeitlimit für Segment-Transcoder: 20
Transcoder-Standarddauer: 120
Standarddrosselpuffer für Transcoder: 60
Hintergrund Umcodierung x264 voreingestellt: mittel
Maximale gleichzeitige Videotranskodierungen: unbegrenzt

Qualität für lokale Geräte : Original

Falls noch Infos für eine eventuelle Hilfe fehlen, versuche ich diese natürlich nachzuliefern.

P.S:
Freue mich natürlich auf Eure Rückmeldungen :slight_smile:

@Scoo27 said:
W-LAN-USB-Stick

nicht machen. Plex Server unbedingt verkabeln.
Ist das ein Laptop oder ein ähnlich kleines Gehäuse?

Als Client nutze ich die Plex-App auf einem Fire-TV von Amazon, per LAN direkt an FB angeschlossen.
gestreamt werden 1:1 BD-rips mit Dateigrößen von ca. 30 - 50 GB pro Film.

Der FireTV unterstützt nur H.264 video bis Level 4.0 (nach meinen Informationen)
Das heißt nur bis 25MBit/s

Auf Blurays ist das Video aber in H264 Level 4.1 gespeichert, das heißt höhere Bandbreiten als 25 MBit/s (bis zu 35 oder gar 45 MBit/s in den Spitzen)

Demzufolge können die Dateien nicht direkt abgespielt werden. Dein Plex Server muss trancodieren. Genauen CPU Typ, bitte! (nein, “i7” reicht nicht als Angabe)

Die Übertragung weißt allerding ein Zahnmuster auf, d.h. es werden Daten via Netzwerk gesendet,

Das ist ganz normal wenn transcodiert wird. Der Film wird in kleine Häppchen zerstückelt, die jedes für sich übertragen werden.

Man hört hier auch deutlich, wie die Schreib-/Lese-Köpfe der HDD wieder neu positioniert werden.

Dann solltest du:

  • eine andere Festplatte einsetzen
  • die Stromspareinstellungen von Windows so verändern, dass weniger aggressiv Strom gespart wird

Bitte mal das Logfile für den Server anschalten (bitte nicht “ausführlich”)
Film für 2 Minuten abspielen, Uhrzeit notieren wann auf Play gedrückt wurde
dann Plex Media Server.log hier posten

Hallo,
um es kurz zu machen 130Mbit/ sind 16,25mb eine original Bluray kann locker 35mb/s haben, soweit ich das weiß.

Also reicht dann 5ghz Wlan nicht dafür aus,weil wie schon geschrieben deine Bluray Bitraten von max 16,25 haben darf und das, falls wirklich eine das haben sollte, bestimmt auch puffern würde…

Also um das gegen zu testen würde ich dir, wenn auch nur temporär empfehlen,ein LAN kanbel anzuschließen.

FB7490 mit getesteter maximaler Übertragungsrate von 130 Mbit/s.
Max heißt nicht Konstant!

@Cabel330 said:
Hallo,
um es kurz zu machen 130Mbit/ sind 16,25mb eine original Bluray kann locker 35mb/s haben, soweit ich das weiß.

Du bringst da was durcheinander.
Die Bandbreite einer BluRay beträgt ~ 35 Megabit pro Sekunde
Das ist die gleiche Einheit, die auch für WLan Bandbreiten benutzt wird.

Hey Otto,
Also habe ich die Einheiten verwechselt?
Wenn in MediaInfo steht :" Overall bit rate : 17.5 Mb/s sind das dann was? Megabyte?
Edit: Mb=Megabits?
MB=Megabytes?

Der FireTV unterstützt nur H.264 video bis Level 4.0 (nach meinen Informationen)

FireTV der 2. Generation " empfohlen(Standard) 5.1
Stick war glaube ich 4.0 und getestet mit 4.1 problemlos

@Cabel330 said:
Hey Otto,
Also habe ich die Einheiten verwechselt?
Wenn in MediaInfo steht :" Overall bit rate : 17.5 Mb/s sind das dann was? Megabyte?

Bei Videodateien sind das immer Megabit/s.
Die Einheiten werden leider des öfteren falsch geschrieben. Selbst in einer so weit verbreiteten Software wie Mediainfo.

Kannst du mal nachrechnen: wenn es Megabytes/s wären, dann würde ein 1:1 BluRay Rip mit einem 90 Minuten Film etwa 190 Gigabyte belegen. (35 Megabytes x 60 Sekunden x 90 Minuten)
Auf eine BluRay passen aber nur ca. 60 GB…

Ok. Schau mal was ich oben noch geschrieben habe.

Ach so…aber bis zu 60 GB war mal:
25 GB[1] (Single Layer),
50 GB (Dual Layer),
100/128 GB (BDXL; 3 bzw. 4 Layer),[2][3]
unter Laborbedingungen bis zu 500 GB (20 Layer)
Aktuell (März 2013) sind BDs in den Größen 25, 50 und 100 GB im Handel erhältlich.[16]
Auszug Wiki

@Cabel330 said:

Der FireTV unterstützt nur H.264 video bis Level 4.0 (nach meinen Informationen)

FireTV der 2. Generation " empfohlen(Standard) 5.1
Stick war glaube ich 4.0 und getestet mit 4.1 problemlos

Dann ist es vermutlich die zu aggressive Stromspareinstellung.
Kann sein, dass man das in Windows gar nicht beeinflussen kann.

Es gibt externe Laufwerke die derart aggressiv sich zur Ruhe legen. Ich hatte auch schon so ein Teil in den Fingern. Wenn man die für Videostreaming einsetzt, so dass sie immer wieder an - aus - an - aus gehen, dann ist die Platte ziemlich schnell Schrott.
Diese Dinger sind nicht zum Dauerbetrieb konzipiert. Anstecken - Datensicherung in einem Rutsch machen - abstecken - wegschließen. Dafür sind die gebaut.

Es gibt externe Laufwerke die derart aggressiv sich zur Ruhe legen. Ich hatte auch schon so ein Teil in den Fingern. Wenn >man die für Videostreaming einsetzt, so dass sie immer wieder an - aus - an - aus gehen, dann ist die Platte ziemlich schnell >Schrott.
Diese Dinger sind nicht zum Dauerbetrieb konzipiert. Anstecken - Datensicherung in einem Rutsch machen - abstecken - >wegschließen. Dafür sind die gebaut.

Ich weiß was du meinst! Ich dachte das auch schon HDD kannst du es gut mit der Laden/entladen sehen. Soll heißen wie oft der Lese/Schreibkopf in die Parkpostion geht.
Aber das sollt doch heute kein Problem sein!? Nicht mal die neuen Seagate Archive HDD 8 TB Platten wären so schlimm.

Windows könnte man Probieren die Platten erst nach 90min oder eben gar nicht in standby zu schicken ( Festplatten ausschalten nach)

@Cabel330 said:
Ich weiß was du meinst! Ich dachte das auch schon WD kannst du es gut mit der Laden/entladen sehen. Soll heißen wie oft der Lese/Schreibkopf in die Parkpostion geht.

Exakt das meine ich.
Das ist ein Riesenproblem für Leute die sich billig ein RAID bestücken wollen mit WD Green oder WD Blue Platten. Die müssen dann im DOS Modus booten und irgendein Kommandozeilentool (WDidle oder so ähnlich) benutzen, was die Stromsparmethode der Platte überschreiben kann.

Aber das sollt doch heute kein Problem sein!? Nicht mal die neuen Seagate Archive HDD 8 TB Platten wären so schlimm.

Das ist heute mehr denn je ein Problem. Mittlerweile sollte man genau aufpassen, was man kauft und ob das Festplattenmodell zum Nutzungsprofil passt.

Windows könnte man Probieren die Platten erst nach 90min oder eben gar nicht in standby zu schicken ( Festplatten ausschalten nach)

Bei dieser externen Platte die ich hatte, hatte die Stromspar-Einstellung von Windows keinen Einfluss. Die Firmware der Platte hat das eiskalt außer Kraft gesetzt.

dann im DOS Modus booten und irgendein Kommandozeilentool (WDidle oder so ähnlich) benutzen
WDIDLE3 war irgendwas von 8s auf 300s oder eben aus.
Wurde wohl auf WD NAS ware 3.0 raufgesetzt.

Scoo27 kannst du mal bitte was testen.
Kannst du mal nicht original Streamen, sondern transcoding verwenden (von mir aus auch höchste Stufe)
Ich habe genau das gleiche Problem, nur etwas anderes Setup.
Filme die ich früher Problemlos über “Original/Direct Stream” abspielen konnte, ruckeln jetzt.
Meine Beobachtung:
Das ruckelt entwerder:

  • sobald es eine Stelle im Film/Serie ist, bei der viel Bewegung ist. (nicht so hohe quali-material)
  • Oder auch nach 20/30 Sekunden (wenn es sehr gutes Material ist)
    Lässt den verdacht aufkommen, dass direkt-stream nicht mehr richtig buffert und bei hoher lasst dann eine Spitze erzeugt die mangels des buffers nicht mehr abgefangen werden kann.
    Bei transcoding wiederum funktioniert der Buffer gut bei mir.

Würde mich interessieren, ob du das rekonstruieren kannst. Dann wäre klar, dass es nicht am USB liegt, sondern um Buffer des Servers selbst.